Geschichte

des Liederkranz Helmsheim e.V.

 

Die Gründung im Jahre 1878 verdankt der Verein dem damaligen Dirigenten des katholischen Kirchenchors, unter Lehrer Heinrich Belz, sowie den Aktivitäten des deutschen Sängerbundes und der liberalen, reformfreudigen und kulturfördernden Politik des Badischen Landesfürsten Großherzog Friedrich.

Sofort im Gründungsjahr 1878 erhielt der Verein eine Satzung, welche seinen Fortbestand sichern sollte,  da sich schon einmal im Jahr 1864 eine Gesangsgruppe gebildet hatte, die sich nach zwei Jahren aber wieder auflöste.

Die ersten Jahre waren geprägt durch die häufigen Wechsel der Dirigenten und der Vorstandschaft. Einen ersten Tiefstand erlebte der "Liederkranz", als im Jahr 1886 der Verein vorübergehend in dem Militärverein aufging.

Doch schon im selben Jahr fand der Verein wieder zu seinem Ursprung zurück, und entwickelte sich in der darauffolgenden Zeit so gut, dass der Chor bereits im Jahre 1906 bei einem Gesangswettstreit in Graben zum ersten Mal einen Preis errang.

In den Jahren 1914/1918 ruhte, bedingt durch den ersten Weltkrieg, nahezu die gesamte Gesangstätigkeit, und auch danach war das Vereinsleben nur unter großen Mühen wieder in Gang zu bringen. Zunächst bestand nur ein Doppelquartett, unter der Leitung von Hauptlehrer Karl Wachter. Erst im Mai 1922 nahm der "Liederkranz" seine Gesangstätigkeit wieder auf und erreichte mit viel Fleiß einen guten Leistungsstand.

Ein erster Höhepunkt in der Vereinsgeschichte stellte das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen des "Liederkranz" da, welches verbunden mit der Fahnenweihe und dem Konzertsingen der Gruppe Süd des Sängerbezirks Bruchsal, vom 9. bis 11.Juni 1928, gefeiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein 34 aktive Sänger, 57 passive Mitglieder und 9 Ehrenmitglieder.

In den Jahren nach 1928 fand ein reges Vereinsleben statt, unter anderem beteiligte man sich an zahlreichen Vereinsfesten. Einer der schönsten Erfolge in jenen Jahren war der erste Preis und der Dirigentenpreis beim Kreischorsingen in Philippsburg.

Schwere Zeiten....

Während des zweiten Weltkrieges, wobei die Singstunden nur 1941 stattfanden, beschränkte sich die Tätigkeit des "Liederkranz" nahezu ausschließlich auf die Gestaltung bei Feiern, sowie die Begleitung zur letzten Ruhe ihrer verstorbenen Mitglieder. Nach Kriegsende hatte der Verein den Tod von 7 aktiven Mitgliedern zu beklagen.

Im Januar 1946 fand die erste Singstunde nach dem zweiten Weltkrieg statt, an der sich 23 Sänger beteiligten. Schon im darauffolgenden Jahr beteiligte sich der Verein mit gutem Erfolg an einem Wertungssingen. Am Ende des Jahres 1947 zählte man 49 aktive Sänger, unter anderem durch die Integration der Heimatvertriebenen, die ihr Kulturgut, vor allem das Volkstümliche Theater ins Vereinsleben einbrachten!

 

Fortsetzung folgt....